Die schönsten Surfgebiete in Brasilien

Brasilien – Exotik, Samba, Karneval, Urwald und unendlich lange Sandstrände. Vor allem die Küste ist ein beliebtes Reiseziel für Sonnenanbeter und Wassersportbegeisterte. Die tropischen Temperaturen schwanken nur gering zwischen 24 und 35 Grad Celsius, im brasilianischen Winter wird es nur etwas kühler. Entsprechend warm ist der Atlantik. Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 18 und 28 Grad Celsius entlang der Küste und mit den Jahreszeiten. An der fast 8000 Kilometer langen Küste finden Sie hervorragende Strände zum Surfen, Wind- und Kitesurfen und eine ganze Menge Surfcamps für diejenigen, die lernen wollen. Ein steter, teils kräftiger Passatwind sorgt für beste Surfvoraussetzungen und das das ganze Jahr über. Trotzdem sind zu bestimmten Zeiten einige Surfspots besonders beliebte Surftreffpunkte.

Der Strand von Sao Miguel do Costoso ist ein Windsurfrevier. Hier lässt der Wind so manche hohe Welle entstehen. Jericoacoara hat sich längst als ausgezeichnetes Revier unter Wind- und Kitesurfern, die den Wasserstart meistern, herumgesprochen. Hier sind die Passatwinde besonders stark (bis Windstärke sechs) und treffen ohne Widerstand auf die zum Äquator parallel verlaufende Küste. Zwischen Juli und Januar treten hier die besten Winde auf. Bis etwa September sind die Wellen aber noch nicht so hoch. Den größten Surfgenuss erleben Sie in der Zeit zwischen Oktober und Dezember. Sie müssen jedoch vor der starken Gezeitenströmung aufpassen. Kitesurfen ist hinter der Düne möglich, aber Vorsicht vor den kräftigen, ruppigen Winden.

Weitere Kitesurfspots liegen in Cumbuco, Icaraizinho, Ilha do Guajiru, Parajuru, Prea, Taiba und Uruau. Hier finden Sie Einsteiger- und Wavespots. Die auftretenden Winde machen diese Strände zwischen Juni und Februar zu windsicheren Kiterevieren. Auch in Prea ist der Wind häufig ruppig. In Uruau hingegen ist der Wind weniger stark und so ist dieser Spot für Anfänger geeignet.

Zwischen Praia da Pipa und Tibau do Sul im nordöstlichen Brasilien treffen das ganze Jahr über die Wellen aus verschiedenen Richtungen auf die Küste, perfekt zum Wellenreiten. Die beste Zeit zum Surfen ist hier zwischen November und März. Die steten Wellen am Surfspot Itacaré können ebenfalls ganzjährig gesurft werden. Zwischen Mai und September verwandelt sich dieser Spot zu einer echten Herausforderung, die nur mit viel Erfahrung begannen werden sollte, denn die Wellen übersteigen oft die drei Meter Marke.

An den südlichen Küsten, wie in der Lagune von Ibiraquera, sorgen zusätzliche Tiefdruckgebiete für stürmische Winde und damit hohe Wellenberge. Ibiraquera ist vor allem in den europäischen Sommermonaten ein beliebtes Windsurfrevier. Auch an den verschiedenen Stränden um Florianopolis finden Sie ausgezeichnete Surfstrände, wie in Barra da Lagoa und am Praia Moçambique (ein sicheres Revier für Surf-Einsteiger), wo Sie nur während der Angelsaison der Meeräschen im Mai und Juni nicht surfen dürfen.

Entlang der Halbinsel Peninsula de Maraú kann es passieren, dass Ihnen Schildkröten und Delphine begegnen, ebenso wie Riffe im Untergrund, wie in Três Coqueiros oder Ponta do Mutá. Der Untergrund in Taipu de Fora ist sandig. Weitere bekannte Surfspots an dieser Halbinsel sind Bombaça sowie Bombaça Left. Zum Surfen können Sie aber auch nach Rio de Janeiro reisen, zum Surfgebiet Arpoador. In der Nähe befinden sich weitere Surfgebiete, wie Prainha, Praia Macumba und Barra. Armaçao dos Búzios und der Strand Praia Geriba auf der Halbinsel Búzios sind noch nicht so überlaufen, aber ein Surfabenteuer wert.

Häufig befinden sich bei den Surfspots Mietstationen mit kompletten Ausrüstungen und Surfschulen, die Einsteiger in den Surfsport einführen und mit Fortgeschrittenen an der Technik arbeiten. Um die ganzen Surfspots abzuklappern bietet sich zumindest als Gruppe an, einen Bus zu mieten, da diese Möglichkeit im Vergleich zu Deutschland relativ billig zu bewerkstelligen ist.